Herz-Jesu Kirche Berschweiler

Herz Jesu Leuchter

In den Jahren 1950 bis 1953 haben rund 300 Berschweiler Katholiken unter schwierigen behördlichen Bedingungen und nur durch Eigenleistung ein Gotteshaus erbaut. Finanziert wurde es durch den hierzu gegründeten Kapellenbauverein in Berschweiler.
Am 14.6.1953 wurde die kleine  Dorfkirche, mit ihren ca. 160 Sitzplätzen, im Berschweiler Volksmund bis heute lediglich als „Kapelle Berschweiler“ bezeichnet, von Pater Ludwig Barbian feierlich eingesegnet und dem Heiligen Herzen Jesu geweiht. Nachdem die Finazierung abgeschlossen war, wurde das Gotteshaus schuldenfrei der Kath. Kirchengemeinde St. Wendalinus Dirmingen als Filialkirche übereignet.

Innengestaltung und Besonderheiten

Im vorderen Teil dieser Kirche ist ein Gewölbeschlussstein eingemauert. Er stammt nach Meinung von Experten aus einer dem Apostel Andreas gewidmeten Kapelle aus dem 15. Jahrhundert, die in Berschweiler stand.
Zwei Glocken, die der Mutter Gottes und dem Heiligen Wendalinus geweiht sind, laden seit 1956 zu regelmäßigen Gottesdiensten ein. Sie werden heute noch von Hand geläutet.
Seit 1993 steht zur musikalischen Bereicherung der Gottesdienste eine Walker-Orgel mit sechs Registern zur Verfügung.
Im Jahr 1998 wurde der heutige Tabernakel erworben, der aus der Seminarkirche in Trier stammt, und in den Kirchenraum integriert.  Auf seiner Tür sind in Elfenbein die „Jünger von Emmaus“ dargestellt. Der Tabernakel wurde von dem bedeutenden Kölner Künstler Egino Weinert angefertigt.
Den Innenraum der Filialkirche schmücken zwei Figuren des Heiligen Herz-Jesu und des Herz- Mariä. Beide waren nach der Umpfarrung ein Willkommensgeschenk der Kath. Kirchengemeinde Marpingen an die Berschweiler Pfarrangehörige.
Außerdem zieren noch zwei weitere Statuen, eine Mutter Gottes mit Kind, eine Nachbildung der so genannten Krumauer Madonna , sowie eine Mutter Anna und ein Kreuzweg den Kirchenraum.
Seit 2014 wurde die Akustik im Kirchenraum durch eine Lautsprecheranlage verbessert. Sowohl ein gespendetes Messing-Kreuz, als auch seit Ostern 2015 ein gespendetes neues Ewiges Licht zieren den Tabernakel.
Zusätzlich wurde 2013, jedoch für den Kirchenbesucher nicht sichtbar, die vorhandene Heizungsanlage renoviert.

Geschichte und Umpfarrung

Die Pfarrer Nikolaus Didas, Peter Schmitt, Franz-Josef Robert und Günter Hirschauer haben in der so genannten „Berschweiler Kapelle“ regelmäßig Gottesdienste gehalten. Dem Antrag der 590 Katholiken der Filialgemeinde Berschweiler auf Umpfarrung zur Kath. Kirchengemeinde Marpingen vom 30.04.2010 stimmten die Verwaltungsräte der Kath. Kirchengemeinde Dirmingen am 09.09.2010 und der Kath. Kirchengemeinde Marpingen am 03.03.2011 zu.
Laut Urkunde des Bischofs Stefan Ackermann vom 23. August 2011 wurde der Pfarrbezirk Berschweiler zum 1. September 2011 in die Kath. Kirchengemeinde Maria Himmelfahrt Marpingen eingegliedert.
Seither wird jährlich im Monat Juni an der Filialkirche das Patronatsfest (Herz-Jesu) gefeiert. Die Berschweiler Pfarrangehörigen dürfen sich einer guten seelsorgerischen Betreuung durch ihren Dechanten Volker Teklik und Kooperator Pastor Wolfgang Breininger erfreuen.
Zur Zeit findet an jedem zweiten und vierten Sonntag im Monat um 9.00 Uhr eine Hl. Messe statt. Abweichungen können der Gottesdienstordnung der Kath. Kirchengemeinde Maria Himmelfahrt Marpingen entnommen werden.

Förderverein und Erhaltung

Zur Erhaltung und Modernisierung des Kirchengebäudes wurde zusätzlich, am 21.5.2012, ein Förderverein gegründet. In der Folgezeit konnte mit dessen Unterstützung und ehrenamtlicher Handwerker der Kellerraum neu gestaltet und dort eine Toilette eingebaut werden.
Bis zum heutigen Tag kümmern sich ehrenamtlich tätige Personen um Arbeiten in und um ihre Kirche. Es bleibt zu hoffen, dass sich weiterhin Ehrenamtliche finden, die sich für die Belange und den Erhalt ihrer Herz-Jesu „Kapelle Berschweiler“ einsetzen.