Aktuelles

Pfarrei der Zukunft

von Andreas Diegler

Weitere Informationen zur Pfarrei der Zukunft Tholey (ab 1. Januar 2020):

 

http://www.theley.erkundung.info/

Steuerungsgruppe

Gründung einer Steuerungsgruppe in der PdZ Tholey

 

Das Bistum Trier hat im Zuge der Umsetzung der Synodenbeschlüsse Steuerungsgruppen aus haupt- und ehrenamtlich Engagierten ins Leben gerufen, damit diese den Übergang zur Pfarrei der Zukunft mitgestalten. So gehört zu ihren Aufgaben, den Informationsfluss zu sichern, den Übergang der Gremienarbeit der jetzigen Pfarreien zu unterstützen und pastorale Aufgaben in der Übergangszeit zu koordinieren. Bei dem ersten Treffen in Theley am 06.06.2019 gab es einen regen Austausch über die notwendigen Schritte, um christliches Engagement vor Ort weiterhin zu unterstützen und zu stärken. Erste Vereinbarungen zum Zeitplan und Arbeitsweise wurden getroffen und weitere Schritte zur Unterstützung der Gremien vereinbart. Fragen zur Umsetzung zur Pfarrei der Zukunft Tholey nehmen die Mitglieder der Steuerungsgruppe gerne entgegen. Die Gruppe arbeitet bis Ende des Jahres 2019, bis das neue Leitungsteam am 01.01.2020 die Leitung in der neu errichteten Pfarrei übernimmt.

In der Steuerungsgruppe arbeiten mit:

 

Pfarreiengemeinschaft Am Schaumberg:

  • Pfarreienratsvorsitzende Ute Morbach
  • Gemeindereferentin Therese Thewes
  • Gemeindereferentin Anna Rolinger

Pfarreiengemeinschaft Bostalsee:

  • Pfarrgemeinderatsmitglied Michael Dietz
  • Dechant Stefan End
  • Gemeindereferentin Maria Gerdung

Pfarreiengemeinschaft Marpingen:

  • Pfarreienratsvorsitzende Tina Görgen
  • Pfarrer Volker Teklik
  • Gemeindereferent Andreas Diegler

Pfarreiengemeinschaft Nonnweiler:

  • Pfarreienratsvorsitzende Katja Bock
  • Pfarrer Hans Leininger

 

Ergebnisse Anhörung

Die Ergebnisse liegen nun vor

Formales Anhörungsverfahren zum Ersten Gesetz zur Umsetzung der Synode

Im Gegensatz zu den Anhörungen bei bisherigen Fusionen von Pfarreien zu einer Pfarrei ist bei den anstehenden grundlegenden, nachsynodalen Veränderungen ein differenziertes Verfahren zu gestalten. Bisher wurden die Pfarrer und die betroffenen Gremien lediglich dazu befragt, ob sie der angedachten Fusionen mehrerer Pfarreien unter den gleichen rechtlichen Rahmenbedingungen zustimmen. Jetzt geht es  darum, dass für das gesamte Bistum eine neue strukturelle Gestalt der territorialen Seelsorge eingeführt werden soll. Daher ist der Gegenstand dieser Anhörung nicht das konkrete Dekret (zur Errichtung der jeweiligen Pfarrei der Zukunft), sondern der neue gesetzliche Rahmen (für das ganze Bistum und für alle Pfarreien der Zukunft).

Die formale Anhörung wurde im Frühjahr 2019 durchgeführt. Die Frist für die Rückmeldungen endete - nach einer Verlängerung um zwei Wochen - am 12. Juni. Die Ergebnisse wurden am 17. August 2019 nach der Auswertung durch das PRAGMA Institut Reutlingen den Diözesanen Räten zur Beratung und der Öffentlichkeit vorgestellt

 

Zielsetzung und Vorgehen

Das PRAGMA-Institut hatte zur Aufgabe, eine Auswertung der kirchenrechtlich vorgeschriebenen Anhörung im Auftrag des Bistums Trier vorzunehmen.

Die Auswertung erfolgte dabei sowohl quantitativ von Algorithmen gestützt als auch qualitativ als Einordnung und Einbeziehung des Kontextes durch Verstehen von Argumentationsmustern.

  • Ergebnis I: Einordnung der Stellungnahmen in einer quantitativen Dimension und Erstellung eines Gesamtscores

  • Ergebnis II: Aufbereitung der wichtigsten (d.h. häufigsten) Argumentations- und Kritikmuster

 

Weitere Informationen, die Ergebnisse im Detail und die Maßnahmen des Bistums Trier als Download:

https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/anhoerung/ergebnisse-des-anhoerungsverfahrens/

 

 

Orte von Kirche

"Erste entscheidende Ebene des kirchlichen Lebens"

Die Orte von Kirche

  • Der Begriff „Orte von Kirche“ ist ein Schlüssel für das Konzept der Pfarrei der Zukunft. Er macht den Unterschied deutlich zu den bisherigen Pfarreien, die unter der Verantwortung des Pfarrers und unterstützt von den Gremien das gesamte Leben der Pfarrei koordiniert haben.
  • Die Pfarrei der Zukunft ist ein weiter Raum. Kirchliches Leben ereignet sich an den verschiedenen Orten von Kirche. Das Leitungsteam und die Hauptamtlichen unterstützen, vernetzen und sorgen dafür, dass die Orte von Kirche sich entwickeln können. Das Leitungsteam kann und soll die Pfarrei der Zukunft nicht „von oben“ gestalten.

Nähe des kirchlichen Lebens vor Ort

  • In der Pfarrei der Zukunft gibt es Orte von Kirche mit mehr institutionellem Charakter und gottesdienstliche Orte von Kirche; der Begriff ist sehr offen. Es gilt das Jesus-Wort: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“
  • Die Orte von Kirche sind entscheidend für das kirchliche Leben vor Ort. Aus den Orten von Kirche konstituiert sich eine Synodalversammlung; die verschiedenen Orte von Kirche wirken in der Synodalversammlung auch an der Gestaltung der gesamten Pfarrei mit. Sie entsenden Delegierte in die Synodalversammlung, wenn sie  bestimmte  Kriterien erfüllen (z.B. Anerkennung des Rahmenleitbilds der Pfarrei der Zukunft).
  • Der „Pfarrort“ der Pfarrei der Zukunft ist Dienstsitz für das Leitungsteam der Pfarrei. Dort ist auch das Pfarramt als zentrale Verwaltung angesiedelt.

In jeder Pfarrei geht es jetzt und künftig darum, dass Menschen Jesus Christus und seiner frohen Botschaft begegnen können. Diejenigen, die von Jesus Christus erfahren haben und die von ihm und seiner Botschaft berührt sind, werden davon erzählen. Bereits heute gibt es viele verschiedene kirchliche Orte, wo das möglich ist, wo die Botschaft vom liebenden und barmherzigen Gott in Wort und Tat verkündet und bezeugt wird: in der Krankenhausseelsorge, an Pilgerorten, in Klöstern, in Einrichtungen und Diensten der Caritas, in verbandlichen Gruppen, in citypastoralen Projekten, durch Familiengottesdienstkreise, in Gemeinden für Katholiken anderer Muttersprache, in der Schulpastoral, bei Einkehrtagen und Freizeitmaßnahmen, in Kindertagesstätten, in Hochschulgemeinden, in Filialgemeinden, durch Eine-Welt-Gruppen, in Kirchen der Jugend, durch den Besuchsdienst, die Gruppe der Katechetinnen und Katecheten.

Antwort auf die Lebenssituation der Menschen vor Ort

Diese verschiedenen Orte von Kirche sind eine Antwort darauf, dass die Lebenssituationen der Menschen sehr unterschiedlich sind. Die Pfarrei wird also zukünftig unterschiedliche Formen und Orte von Kirche ermöglichen. Denn so können Menschen in ihren verschiedenen Lebensphasen, Situationen und Anliegen kirchliches Wirken erleben, mitleben und gestalten. Manche Menschen suchen und pflegen eine enge Anbindung an einen Ort, auch im ganz konkreten und geographischen Sinne (Dorfgemeinschaft, Stadtteil-Initiative), finden dort ihre kirchliche Heimat; manche bleiben im lockeren Kontakt zu mehreren Orten von Kirche. Andere schauen einmal vorbei und gehen wieder; andere haben bislang keinen Ort von Kirche gefunden, der ihrer Lebenssituation entspricht und ihnen etwas für ihr konkretes Leben bedeutet.

"Die verschiedenen Orte von Kirche sind eine Antwort darauf, dass die Lebenssituationen der Menschen sehr unterschiedlich sind. Die Pfarrei wird zukünftig unterschiedliche Formen und Orte von Kirche ermöglichen."

Diese vielfältigen Orte von Kirche sind wahrzunehmen, zu achten und wertzuschätzen. Sie können sich gegenseitig ergänzen und stellen keine Konkurrenz dar. Es gibt keine Über- oder Unterordnung. Es gibt nicht wichtige und weniger wichtige Orte von Kirche. Es gibt Orte von Kirche, die vergehen; andere entstehen, z. B. Hauskirchen, Gruppen, die die Bibel teilen, Pilgergemeinschaften oder Initiativen der Nachbarschaftshilfe.

Allen Orten von Kirche ist gemeinsam, dass sie sich von der Botschaft Jesu Christi leiten lassen. An den unterschiedlichen Orten geht es darum, zu sehen, was die Menschen bewegt, und was die Menschen suchen. Es geht darum, dorthin zu gehen, wo die Menschen hingehen und sich treffen.

Vernetzung fördern

Manches Mal sind die Orte von Kirche wirksamer, wenn sie sich mit einem anderen Ort von Kirche zusammentun und da, wo es dem gemeinsamen Wohle dient, gemeinsam agieren. Die Aufgabe der Pfarrei ist es, diese Vernetzungen zu fördern, aufeinander aufmerksam zu machen und Gelegenheit zu geben zu abgestimmtem Handeln, wo die Situation der Menschen in einem Sozialraum es erfordert (vgl. PGO § 12 Abs. 4).

Eine besondere Gelegenheit für diese Abstimmungen untereinander ist die Synodalversammlung. Bei der Synodalversammlung geht es darum, von den anderen Orten von Kirche zu hören, gemeinsam zu beraten und zu beschließen, worauf es aus Sicht der Mitwirkenden für das kirchliche Handeln der Pfarrei schwerpunktmäßig ankommt. Das Ergebnis dieser Synodalversammlung hat maßgebliche Auswirkungen für die Arbeit des Rates der Pfarrei und das Leitungsteam (vgl. PGO §§ 1 – 9 Synodalversammlung).

Rat der Pfarrei

Was ist der "erste Rat der Pfarrei"? - Wie wird er gewählt?

 

Der erste Rat der Pfarrei wird von einer Wahlversammlung gewählt, die aus folgenden derzeit amtierenden Gremien besteht: Pfarrgemeinderäte, Verwaltungsräte, "Pfarreienräte Direkt" und Kirchengemeinderäte. Die Amtszeit dauert maximal drei Jahre. Wenn alle Pfarreien der Zukunft errichtet sind, wählen auch diese zunächst den "ersten Rat der Pfarrei" in der Wahlversammlung. Dessen Amtszeit dauert dann ein Jahr. Je nachdem, ob diese Pfarreien am 1. Januar 2021 oder am 1. Januar 2022 errichtet werden, amtieren sie bis 31. Dezember 2021 oder längstens bis 31. Dezember 2022. Damit endet die Amtszeit des ersten Rates der Pfarrei für alle 35 geplanten Pfarreien einheitlich ein Jahr nach Errichtung der letzten Pfarrei. Damit kann dann die darauf folgende reguläre Wahl des "Rates der Pfarrei" mit Urwahl für das ganze Bistum geordnet und vorbereitet werden.

 

  • Aufgaben und Zusammensetzung des Rates der Pfarrei 

    Der Rat der Pfarrei

    • beschließt einen Haushaltsplan für jedes Haushaltsjahr und stellt den Jahresabschluss fest.
    • verwaltet mit dem Leitungsteam und der Vermögenskammer das Vermögen der Kirchengemeinde.
    • beschließt auf der Grundlage des Synodendokuments die Schwerpunktsetzung für das kirchliche Handeln in der Pfarrei.
    • Hier fließen die Beratung und Vorgaben der Pastoralkammer (Synodalversammlung, Rahmenleitbild) und die mittelfristigen Ressourcenplanungen der Vermögenskammer ein.
    • wählt die ehrenamtlichen Mitglieder des Leitungsteams.

    Der Rat der Pfarrei besteht aus den Mitgliedern der Pastoralkammer und den Mitgliedern der Vermögenskammer. Der Vorstand besteht aus dem Vorstand der Pastoralkammer (ohne Beisitzer/innen) und dem Vorstand der Vermögenskammer. Den Vorsitz des Rates hat der/die Vorsitzende der Pastoralkammer; stellvertretender Vorsitzender des Rates ist der Vorsitzende der Vermögenskammer.

     

  • Aufgaben und Zusammensetzung der Pastoralkammer 

    Die Pastoralkammer

    • ist der Förderung vielfältiger Orte von Kirche verpflichtet.
    • Sie nimmt die Registrierung von Orten von Kirche entgegen.
    • ...wirkt mit bei der Umsetzung des Rahmenleitbilds.
    • ...berät die von der Synodalversammlung vorgeschlagenen pastoralen Schwerpunktthemen und jene aus der pastoralen Planung gemäß dem Rahmenleitbild.
    • ...macht strategische Vorgaben zum Einsatz von Ressourcen, zur Gestaltung des Stellenplans sowie zur Gestaltung von Entwicklungszielen.

    Die Pastoralkammer setzt sich zusammen aus

    • 20 gewählten Mitgliedern, davon: 10 in Urwahl gewählte Mitglieder und 10 durch die Synodalversammlung gewählte Mitglieder
    • den Mitgliedern des Leitungsteams
    • zwei berufenen Mitgliedern.

    Der Vorstand besteht aus der/dem Vorsitzenden, der/dem stellvertretenden Vorsitzenden, einer Schriftführerin oder einem Schriftführer, dem Pfarrer/Mitglied des Leitungsteams. Es sind bis zu zwei Beisitzer/innen möglich. Der oder die Vorsitzende ist Laie.

     

    Die Vermögenskammer

    • verwaltet mit dem Leitungsteam und dem Rat der Pfarrei das Vermögen der Kirchengemeinde.
    • beaufsichtigt das Leitungsteam.
    • stimmt Rechtsgeschäften und Rechtsakten nach §17 KVVG zu.
    • berät das Leitungsteam und den Rat der Pfarrei in Ressourcen-Fragen.
    • stellt eine mittelfristige Ressourcenplanung auf.

    Die Kammer setzt sich zusammen aus

    • 10 gewählten Mitgliedern
    • 5 in Urwahl gewählten Mitgliedern
    • 5 durch die Synodalversammlung gewählten Mitgliedern
    • dem Pfarrer als Vorsitzenden ohne Stimmrecht in Aufsichtsangelegenheiten
    • Die anderen Mitglieder des Leitungsteams haben Gaststatus.

    Der Vorstand besteht aus dem Pfarrer als Vorsitzenden (ohne Stimmrecht in Aufsichtsangelegenheiten), der oder dem stellvertretenden Vorsitzenden sowie der Schriftführerin oder dem Schriftührer. Den Vorsitz der Vermögenskammer hat der Pfarrer (ohne Stimmrecht in Aufsichtsangelegenheiten); der oder die stellvertretende Vorsitzende ist Laie.

  • Karte Pfarrei der Zukunft Tholey

    Die Gliederung der Pfarrei der Zukunft ab dem 1. Januar 2020.

    Weitere Informationen

    Alle wichtigen Informationen zur Synodenumsetzung finden sie auf den Interneseiten des Bistums Trier:

    https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/

     

    In den Kirchen ist das Magazin "EinBlicke 2" ausgelegt. Sie finden es aber auch auf der folgenden Internetseite:

    https://www.bistum-trier.de/einblicke/

     

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